Seit 1985 gibt es in unserem Bundesland Betreuungslehrer/ innen. Ähnliche Einrichtungen kennen alle Bundesländer. Mittlerweile sind in Oberösterreich in jedem Bezirk Betreuungslehrer tätig. Was noch fehlt, ist ein Gesetz für diesen Berufszweig.Betreuungslehrer/innen kommen in eine Klasse oder arbeiten mit kleineren Gruppen bzw. mit einzelnen Schüler/inne/n. Diese holen die Betreuungslehrer/innen dort ab, wo sie sind und unterstützen sie, Kompetenzen im Umgang mit anderen zu erwerben. Das Selbstwertgefühl ist zu stärken. Die Betreuungslehrer/innen versuchen, Krisen frühzeitig zu erkennen und, wenn es geht, zu vermeiden. Sie helfen, Beziehungsstrukturen zu verbessern.Verhaltensauffällige Schüler/ innen schreien nach Beachtung: Seht, ich habe Probleme! Meist stecken Schicksalsschläge in der Familie dahinter. Und wie können Eltern Verhaltensauffälligkeiten vorbeugen? Zunächst ist wichtig: Sie sind nicht alleine dafür zuständig.
Die Kinder lieben
Wolfgang Kitzmantel gibt einige Erziehungs-Tipps: „Die Kinder lieben, heisst sie in den Sorgen und Ängsten auch ernst nehmen. Ihnen altersgemäß Grenzen setzen. Konsequent, aber nicht stur sein. Eigene Fehler zugeben. Verständnis für die Situation des Kindes im betreffenden Alter haben. Hin und wieder Folgen erleben lassen, nicht immer schmerzliche Erfahrungen draussen halten. Das Kind muss auch lernen, mit Konflikten umzugehen. Die Eltern sollen versuchen, das Mögliche zu erreichen und nicht mit dem Unerreichbaren hadern. Sie sollen nur versprechen, was sie auch halten können. Und sie sollen darauf schauen, dass es ihnen selber auch gut geht!“