Erzbischof Dr. Alois Wagner feiert 30-jähriges Bischofsjubiläum
Ausgabe: 1999/42, Wagner, Erzbischof, Rom, Vatikan, Linz, Dom
19.10.1999
- Matthäus Fellinger
Am Staatsfeiertag, 26. Oktober, feiert die Diözese Linz mit Erzbischof Dr. Alois Wagner im Neuen Dom dessen 30-jähriges Bischofsjubiläum.
„Selber nach nichts Ausschau halten und das, was einem übertragen wird, anständig zu tun.“ Diesen Rat hat der junge Theologiestudent Alois Wagner seinerzeit von seinem Spiritual P. Klein mitbekommen. „Ich habe mich daran immer zu halten versucht und bin damit immer gut gefahren“, meint Dr. Alois Wagner heute. Nach 18 Jahren in Rom ist der Erzbischof nach Linz zurückgekehrt und bewohnt nun eine Wohnung im Domherrenhaus in der Rudigierstraße. Selber, sagt Wagner, hätte er nie Wünsche geäußert, was seinen Weg als Bischof betrifft, auch nicht, als er 1981 nach Rom berufen wurde.
Jetzt will er – „als einer, der seine Hauptaufgabe abgeschlossen hat“, in der Seelsorge zur Verfügung stehen. Gerne nimmt er Einladungen an, für Bildungswerkvorträge oder wenn es etwas zu eröffnen gilt. „Wo ich mit Menschen bei Festen, im Beten und Feiern, im Zusammensein und in Zusammenarbeit verbunden war, das ist für mich immer Höhepunkt meines Wirkens als Priester und Bischof gewesen“, will Wagner keine besonderen Ereignisse hervorheben.
Für die Kirche der Zukunft hält Wagner eine grundsätzliche Überlegung der Pastoral für notwendig. Seelsorge müsste noch mehr als Kontaktseelsorge gesehen werden, in der Kirche mit Menschen und Gruppen in unterschiedlichsten Situationen in Kontakt kommen kann.
An Rom denkt Erzbischof Wagner gerne zurück – und hebt dabei die auch menschlich guten Kontakte mit den Verantwortlichen der 176 vertretenen UNO-Botschaften hervor. Gerade was Caritas und Entwicklungshilfe betrifft, hätte die Kirche ein ganz hervorragendes und anerkanntes weltweites Netz. Noch lebt der Erzbischof ein wenig im Provisorium. Schachteln gilt es auszupacken und ihren Inhalt zu ordnen.