Krieg und Terror haben ihre Macht unter Beweis gestellt: die Tragödie im Kosovo, die Gemetzel auf Osttimor, der Krieg in Tschetschenien oder die Liste der Gräuel in Afrika. Überall sind die „Ärzte ohne Grenzen“ die Ersten, die binnen Stunden professionelle Hilfe und Schutz bieten. Doch nicht nur die Zivilbevölkerung wird zunehmend zur Zielscheibe, sondern auch die freiwilligen Helfer geraten ins Kreuzfeuer. Mit dem Nobelpreis für die weltweit größte medizinische Hilfsorganisation wird das Menschenrecht auf humanitäre Hilfe gestärkt. Aber bei aller Freude über die Auszeichnung, ein bitterer Beigeschmack bleibt: Das 20. Jahrhundert endet mit einem Friedensnobelpreis für jene, die nicht Frieden bringen, sondern das Leid der Kriege lindern.