Ausgabe: 1999/42, Kirchenleitung, Martini, Feichtlbauer, Bischofssynode, Kirchenvolks-Bewegung, Rom
19.10.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Parallel zur Bischofssynode hielten in Rom die internationale „Kirchenvolks-Bewegung“ und das „Europäische Netzwerk Kirche im Aufbruch“ ein „Forum europäischer Christinnen und Christen“ ab. Hauptthemen waren Fragen der kirchlichen Struktur (Machtausübung) und Entscheidungsfindung, die Situation der Frauen in der Kirche, die glaubwürdige Verkündigung der „Frohen Botschaft“, Konflikt und Versöhnung in Europa, Migration und der Dialog mit Judentum und Islam. Die Teilnehmer an der Konferenz beklagten, dass der Wunsch der Laienbewegungen, bei der Bischofssynode gehört zu werden, abgewiesen wurde und sie forderten neue Strukturen einer kollegialen Leitung der Kirche. „Wir sind Kirche“-Sprecher Hubert Feichtlbauer begrüßte die Vorschläge von Kardinal Martini, der dafür eingetreten war, die anstehenden „heißen Eisen“ auf einem neuen Konzil zu behandeln.