Die christlichen Kirchen in Pakistan hoffen nach der Machtübernahme durch das Militär auf eine rasche Rückkehr zu einer wahren Demokratie und auf eine Verbesserung der Situation im Land. Ein hochrangiger Kirchenvereter wies darauf hin, dass unter der gestürzten Regierung die demokratische Verfassung des Landes in „großem Umfang verletzt worden ist“. Konkret wird der alten Regierung vorgeworfen, dass durch die jüngsten Verfassungsänderungen das Parlament und die Justiz zu Erfüllungsgehilfen des Präsidenten degradiert worden seien. Dadurch sei eine explosive Lage im Land entstanden, die zu einem blutigen Bürgerkrieg hätte führen können. Zur Lage der Christen in dem mehrheitlich muslimischen Land meinte der Kirchenvertreter, dass diese durch die Vorgängerregierung zu Bürgern zweiter Klasse degradiert wurden. Durch die Einführung eines gesonderten Wahlrechts für Minderheiten seien sie von den wichtigen nationalen Entscheidungen abgeschnitten worden. Auch das Blasphemiegesetz sei so verfasst worden, dass der Verfolgung von schuldlosen Christen Tür und Tor geöffnet wurden. Von der neuen Regierung müssten auch, so der Kirchenvertreter, dringend Verhandlungen mit Indien aufgenommen werden mit dem Ziel eines nachhaltigen Friedens für die ganze Region.