„Gebt den Dialog nicht auf“ heißt eine Broschüre, die vergangene Woche von der Plattform „Wir sind Kirche“ vorgestellt wurde. Dieses Arbeits- und Diskussionspapier versteht sich als Einladung an Pfarrgemeinden und Gruppen, sich mit den Ergebnisses der Salzburger Delegiertenversammlung konstruktiv auseinander zu setzen. Nach der Salzburger Dialogversammlung sprach Ingrid Thurner von der Platt- form „Wir sind Kirche“ von einem „pflingstlichen Ereignis“. „Diese Erfahrung des geisterfüllten Miteinander lasse ich mir nicht nehmen, trotz aller Enttäuschungen, wie mit diesem Kapital umgegangen wurde.“ Die Kirche habe sich damals in beeindruckender Weise den Fragen der Zeit und der Menschen gestellt und nicht nur in Österreich für positive Schlagzeilen gesorgt. Durch Streit an der Kirchenspitze und die Art und Weise, wie mit den Salzburger Voten umgegangen wurde, seien jedoch viele Hoffnungen zerstört worden. „Wir haben uns nicht erwartet“, so Thurner, „dass sich plötzlich alle Bischöfe die Voten von Salzburg zu eigen machen, aber wir haben gehofft, dass sie diese Anliegen als breite Meinung der Christen Österreichs ernsthaft in Rom vortragen und diese auch entsprechend bei der Bischofssynode einbringen.“ Weil das nicht entsprechend geschenen sei, so Thurner, und weil immer wieder betont wurde, dass man nun in die Tiefe graben müsse, so als ob in Salzburg nur oberflächlich gedacht oder nur Randthemen behandelt worden wären, gebe es bei vielen engagierten Christen eine tiefe Resignation.
Die Broschüre gibt es bei: Wir sind Kirche, I. Thurner, 6111 Volders, Hochschwarzweg 28, ca. öS 50,-.