Die oö „amnesty international“ (ai) -Gruppen trafen sich vorletztes Wochenende zur Regionaltagung in Riedegg (Alberndorf). Die Gruppen entschieden, 1999/2000 keine landesweite Kampagne zu starten. Im Herbst 2000 wird es eine internationale Kampagne zum Thema „Folter“ geben, die Teilnehmer der Regionaltagung haben entschieden, die Ressourcen auf diese große Kampagne zu konzentrieren. Einzelne Gruppen in OÖ werden sich allerdings im laufenden Arbeitsjahr mit den Kinderrechten auseinandersetzen. Anlass ist der zehnjährige „Geburtstag“ der UNO-Kinderrechtskonvention.Insgesamt wurden auf der Regionaltagung die Weichen dafür gestellt, wie ai in OÖ weiterarbeiten wird. Die „ai Politik“ soll mehr in den Mittelpunkt der Arbeit rücken, die Arbeit wird sich also mehr auf Menschenrechtsthemen konzentrieren, die umstritten sind.Außerdem sollen die young amnesty-Gruppen (Jugendorganisationen) mehr eingebunden werden.– Auf der Tagung gab es aber auch einen Rückblick auf die USA-Kampagne 1999. Höhepunkt war eine Veranstaltung am 4. Juli am Linzer Hauptplatz, wo ai-Aktivisten durch zahlreiche Objekte und Informationen auf Menschenrechtsverletzungen in den USA aufmerksam machten. Hauptsächlich sollte auf Polizeibrutalität, Strafvollzug, Menschenrechtsverletzungen an Asylsuchenden, die Todesstrafe und Menschenrechtsverstöße mit US-Waffen aufmerksam gemacht werden. Erfreut waren die Aktivisten vor allem über Erfolge der Kampagne. So gab etwa in einem Frauengefängnis in den USA rasch eine Besserung der Situation für die Inhaftierten.