Er halte es für „erschütternd und schockierend, wenn in Österreich physische Übergriffe gegen jüdische Mitbürger erfolgen“, betonte der Wiener Caritasdirektor Michael Landau zu Berichten des Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant. Die Kirchen dürften zu Rassismus und Fremdenhass nicht schweigen. Für Landau ist das auch Folge des Wahlkampfes, der auf Ausgrenzung angelegt worden sei – „insbesondere auch von der FPÖ“. Wörtlich: „Mir scheint, dass eine üble Saat aufgeht.“ Wenn sich die Zahl anonymer Drohbriefe verzehnfacht habe, dann könne nicht von „einzelnen Ereignissen“ gesprochen werden, dann brauche es ein „systematisches Gegensteuern“. Der Ausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit ist der Plattform „Demokratische Offensive“ beigetreten, die am 12. November die Kundgebung „Keine Koalition mit dem Rassismus“ in Wien veranstaltet.