Ausgabe: 1999/44, Frau, Literatur, Marianne von Willemer, Literatin
03.11.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Kennen Sie die Wechselgedichte „Hatem–Suleika“ in Goethes Roman „Der westöstliche Diwan“ ? Die Verse der Suleika stammen jedoch nicht aus Goethes Feder, sondern wurden von einer gebürtigen Linzerin verfasst: ihr Name ist Marianne von Willemer. Eine nicht entdeckte Literatin aus dem 19. Jahrhundert – ein Einzelschicksal? Wohl kaum. Ein Jahrhundert später fällt auf, dass in den Jahren 1950 bis 1995 drei Mal mehr schreibende Männer als Frauen mit Literaturpreisen ausgezeichnet wurden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Erstmals wird es nun einen Literaturpreis für Frauen geben, Namensgeberin ist Marianne von Willemer, deren Schicksal als unbeachtete Literatin sich nicht mehr wiederholen soll. Der Literaturpreis für Frauen ist ein Schritt in diese Richtung. Die Einreichfrist endet am 31. Jänner 2000, zwei Bereiche sind gefragt: Publikationen in traditionellen Medien mit OÖ-Bezug bzw. Puplikationen aus dem Deutsch sprachigen Raum, die sich des Mediums Internet bedienen.
Ausschreibungsbedingungen erhalten Sie unter 0732/70 70-1191 und im Internet: http://www.aec.at/Willemer Preis