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Soeben habe ich vernommen, dass die Kirchenzeitung den beabsichtigten Preis an die HOSI zurückgezogen hat, mit Rücksicht auf ihre Leser, die einen solchen Schritt nicht verstehen würden.Ich gestehe, selbst zur Schicht geistig unmündig-minderbemittelter Leser zu zählen, um das Hosi vor den Leuten der HOSI herunterzulassen. Aber vielleicht würde es mir mit bischöflichem Segen gelingen oder wenn ich das Glück hätte, die schwüle Luft der Kapuzinerstraße zu atmen.
Alois Lenglinger, Kallham
Dass der aus mir unverständlichen Gründen der Gruppe „HOSI“ zugewidmete Preis auf „Druck diverser rechtsgerichteter Kreise“ wieder aberkannt wurde, ist in meinen Augen nur recht und billig, ja selbstverständlich. Ist es doch in höchstem Maß beunruhigend, befremdend, ja empörend, dass ein renommiertes Informationsblatt die Zuerkennung eines Preises an die Vereinigung von widernatürlich Veranlagten überhaupt erwägt.
Wilfried Hager, Linz
Es wird ihnen kein Zacke aus der Krone fallen, wenn sie in der üblen HOSI-Affäre Charakter beweisen und sich für den peinlichen Vorfall entschuldigen.Flüchten sie sich bitte nicht hinter Tränendrüsenargumente. Mich berührt es peinlich, wenn sie in ihrem letzten Kommentar darüber jammern, dass die HOSI-Sodomisten als „Säue“ bezeichnet wurden. Erstens wurde die Konfrontation von der Kirchenzeitung provoziert und zweitens kann niemand leugnen, dass die HOSI auf ihrer Webpage tatsächlich eine Jauche-Sinflut voller faustdicker Schweinereien und Perversitäten unter das Volk gießt. Wir brauchen keine kirchlichen Preise an Homosexuelle, die ihr Laster in aller Öffentlichkeit zelebrieren.
Don Reto Nay, Gaming/NÖ
Mit großer Traurigkeit und Betroffenheit musste ich zur Kenntnis nehmen, dass die von mir für den Solidaritätspreis vorgeschlagene Gruppe HOSI-Linz unter vielen Unannehmlichkeiten und Turbulenzen aus der Liste der zu Ehrenden nachträglich gestrichen wurde. Mit innerer Wut erfüllte mich die geschlossene Front der Ignoranz, Intoleranz und homophoben Gewalt seitens der fundamentalistischen Gruppierungen in unserer Kirche. Als Priester schäme ich mich dafür, welchen Einfluss solche rechtsradikalen Strömungen besitzen. Trotzdem möchte ich meine Anerkennung und den Dank vieler Bekannten für diesen Versuch ausdrücken.
Name und Adresse der Redaktion bekannt
Es ist uns ein Bedürfnis, Ihnen unser Entsetzen über die Handlungsweise beim Solidaritätspreis für die HOSI mitzuteilen. Verständnislos stehen wir Ihrer Meinung, mit Menschen alles tun zu können, was diskriminierend ist, gegenüber. – Solidarisch war die spontane Pfadfinder-Solidaritätserklärung bei der Preisverleihung.
Erika Bartel, Linz – Selbsthilfegruppe Eltern homosexueller Töchter u. Söhne
Wir Mitglieder der Gruppe „Homosexuelle und Glaube“ (HUG), eine Arbeitsgruppe der HOSI-Linz, sehen uns als ökumenisch organisierte Christen, die eine Brücke zwischen homosexuell liebenden Menschen und unseren Kirchen schlagen wollen. Wir engagieren uns für die christliche Botschaft und gestalten Kirche im täglichen Leben mit.Wir haben die Linzer Kirchenzeitung bisher als wesentliches Medium der Kirche und Gesellschaft erlebt, das die Auseinandersetzung mit homosexuellen Themen nicht scheut und sich für die Achtung der Würde und Rechte dieser Minderheit einsetzt. Dafür und für die Zusage des Solidaritätspreises an die HOSI-Linz möchten wir der KIZ danken.Umso mehr betroffen sind wir darüber, dass radikale Kreise innerhalb unserer Kirche die Verleihung des Preises an die HOSI-Linz verhindern konnten. In höchstem Maß erschrocken sind wir über deren Einflussmöglichkeiten und ihre diskrimierenden und diffamierenden Methoden, mit denen sie die Redaktion der Kirchenzeitung einschüchtern, erpressen und bedrohen.Von der Kirchenzeitung wünschen wir uns weiterhin mutige Schritte zur Bewusstseinsbildung und Berichterstattung über homosexuelle Mitchristen, um dem beschämenden Geruch von Intoleranz und Menschenverachtung in unserer Kirche entgegenzutreten.
Mitglieder der HUG Linz
Ich bin ein 19-jähriger aktiver, schwuler Christ, der in der Kinder- und Jugendarbeit meiner Pfarre und meines Dekanates tätig ist. Ich finde es eine Frechheit, wenn einem Verein wie der HOSI-Linz der Solidaritätspreis zuerkannt und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion wieder aberkannt wird. Ich dachte immer, dass unsere Kirchenzeitung anders ist und nicht so konservativ wie andere kirchliche Zeitschriften. Das glaube ich auch jetzt noch, aber es gibt Leute, die diesen Glauben wanken lassen. – Wo bleibt die viel gepriesene Solidarität? Ich bitte die katholischen Mitchristen aufzustehen und sich mit den „Schwulen“ zu solidarisieren. Denn man muss sich schämen, so einer Kirche anzugehören, auch wenn man sie liebt.
Name und Adresse der Redaktion bekannt
Wie kann eine sich selbst liberal und tolerant einschätzende Kirchenzeitung den miesen Drohungen mancher Gruppierungen und sogar Pfarren nachgeben und der HOSI-Linz den Solidaritätspreis wieder aberkennen? Warum finden kirchliche Institutionen oder Verantwortungs- träger keine aufrechte Haltung gegenüber Intoleranz in den eigenen Reihen? Einer solchen Glaubensgemeinschaft anzugehören, wird einem schier unmöglich gemacht.