Hast du schon einmal eine Mineralwasserkiste geschleppt? Dann weißt du ja, wie schwer das ist. Ein solches Monstergewicht haben auch manche der Schultaschen. Es gibt Neunjährige, die zwölf Kilo und mehr in die Schule und zurück schleppen. Klar, dass dies total ungesund ist, vor allem, wenn man die Tasche oder den Rucksack nicht auf dem Rücken trägt, sondern lässig auf einer Seite. Viele Kinder haben schon Haltungsschäden. Nun gibt es eine bemerkenswerte Aktion: 580 oberösterreichische Volksschulen erhalten von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt Federwaagen, sodass die Kinder selber kontrollieren können, ob ihre Schultasche zu schwer ist.
Faustregeln: – Die Schultasche sollte insgesamt nicht mehr als zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichtes wiegen. Ein Beispiel: Die Schultasche eines Schulanfängers, der 25 Kilo hat, kann zwei bis drei Kilo schwer sein. Eine Test ergab, dass eine Schultasche mit üblicher Grundausstattung – Federschachtel, Mappe, Lesebuch – etwa dieses Gewicht hat.
– Daher: Nichts Überflüssiges einpacken. Lasst bestimmte Bücher oder Hefte in der Schule bzw. überlegt genau, was ihr an Hand des Stundenplanes zu Hause für den nächsten Schultag einpacken sollt. (Seine Sachen selber zu verwalten ist auch eine gute Schule für das Leben später!)
– Um Schiefhaltungen zu vermeiden, sollten Schultaschen auf dem Rücken und nicht in der Hand getragen werden.
– Ebenfalls haltungs-fördernd: Schwere Sachen nahe der Taschen-Rückwand, leichtere in den Vordertaschen verstauen.