Auf Einladung der Katholischen Initiative Welthaus und der Betriebsseelsorge in Oberösterreich beschäftigten sich in Linz Anfang November rund hundert Interessierte aus ganz Österreich mit der Zukunft der Arbeit weltweit.Im Wahlkampf und am Stammtisch ist das Thema „Arbeit“ hoch präsent. Wer aber kümmert sich ernsthaft um die Zukunft der Arbeit? Werden Lebensbedürfnisse der Menschen (weiterhin) hintangereiht, wenn es um Flexiblisierung von Arbeitszeiten geht? Ist der – von notwendigen Diensten abgesehen – arbeitsfreie Sonntag zu retten? Kommt es auch in Mitteleuropa so wie in den Ländern des Südens und des Ostens, dass – etwa in Freihandelszonen – zu unglaublichen Billigstlöhnen produziert wird? Dr. Stephan Schulmeister vom Wiener Wirtschaftsforschungsinstitut und Prof. Dr. Luise Gubitzer, Volkswirtschafterin an der Uni Wien, sprachen sich für eine Zukunft der Arbeit nach menschlichem Maß aus. Referenten und Teilnehmer/innen des Symposiums erteilten allen Plänen, den arbeitsfreien Sonntag abzuschaffen, eine klare Absage. Zernan Toledo, philippinischer Arbeitervertreter, forderte verstärkte internationale Solidarität mit jenen, die unter extrem schlechten Bedingungen arbeiten.