Die Zurücknahme des Solidaritätspreises der Kirchenzeitung für die Homosexuelleninitiative Linz hat zahlreiche Proteste hervorgerufen.
„Betroffen“ äußerte sich die Katholische Jugend Land über die Zurücknahme des Preises. „Jesus .. hatte keine Scheu, sich mit Ausgegrenzten seiner Zeit, den Zöllnern und Prostituierten an einen Tisch zu setzen“, heißt es in einem Brief an die Kirchenzeitung. Gerade die Kirchenzeitung sollte sich für gesellschaftliche Randgruppen einsetzen.
Die Katholische Jungschar bedauerte ebenfalls: Der Schritt spreche „gegen den Gedanken der Solidarität und der Offenheit. Die Kirchenzeitung hätte sich als „Instrument der Konservativen“ missbrauchen lassen.
Die Katholische Hochschuljugend sieht gerade in der Rücknahme des Solidaritätspreises ein Zeichen, das nicht verstanden werden könne. „Wir melden uns zu Wort, weil wir es nicht hinnehmen wollen, dass eine lautstarke Minderheit durch Drohungen und mediale Gewalt kirchenpolitische Entscheidungsprozesse dominiert“, heißt es in der Stellungnahme.
Die Katholische ArbeiterInnenjugend äußert sich „bestürzt“, die Aberkennung zeuge von Intoleranz Homosexuellen gegenüber. Man müsse offen und mutig für die Gleichbehandlung Homosexueller und Heterosexueller eintreten.
Protestiert hat auch die Sprecherin für lesbische und schule Angelegenheiten der Grünen im Parlament, Mag. Ulrike Lunacek. Der Preis hätte ein Zeichen sein können, dass Homosexuelle nicht Menschen zweiter Klasse sind.