Wie zielführend sind Wirtschaftssanktionen, die von der Staatengemeinschaft verhängt werden, als Antwort auf Grausamkeiten und Verbrechen? Irak-Berichte beweisen, dass die Schwachen und Unschuldigen für die Irrtümer büßen, für die sie nicht verantwortlich sind. Tausende Kinder sterben, weil Medikamente fehlen, eine ganze Generation wird von den Folgen des Embargos gekennzeichnet sein, und trotzdem erbaut der Diktator einen Milliardenpalast samt allen Raffinessen. Vor der UNO hat sich der Vatikan erneut gegen diese Form der Strafpolitik ausgesprochen. Denn nach außen wirken die Sanktionen wie eine moralische Entrüstung. Aber hinten herum lässt sich damit viel Geld machen, vor allem mit denen, die für die Grausamkeiten verantwortlich sind.