Als „Signal in die völlig falsche Richtung“ bezeichnete der Pastoraltheologe Zulehner den Beschluss der reformierten evangelischen Synode, in Hinkunft homosexuelle Paare in Hinkunft kirchlich zu segnen. Dieser Segnung, so die Synode, entspricht „in ihrer Wertigkeit einer kirchlichen Trauung“. Zulehner meinte mit seiner Kritik weniger die Verstärkung der Kluft zwischen katholischer und reformierter Eheauffassung, sondern die gesellschaftlichen Auswirkungen. Schon heute gebe es starke Tendenzen, gleichgeschlechtlich liebende Paare mit Ehepaaren rechtlich gleichzusetzen und damit das Aufziehen von Kindern zur Privatsache zu erklären.