Ein wesentlicher Schwerpunkt der Bischofskonferenz war die Fortführung des „Dialogs für Österreich“. Konkret lagen den Bischöfen neben den Vorschlägen von „Sozialbischof“ Aichern zwei weitgehend fertig gestellte Papiere (Bishofssein heute, Geschiedene und Wiederverheiratete) und eine Reihe von Zwischenberichten vor.Die Dialog-Projektgruppe „Bischofsein heute“ (Leitung: Kothgasser) legte ein Grundsatzpapier vor, das ein Leitbild für ein Bischofsprofil und neue Wege für die Bischofsernennungen auf der Basis des bestehenden Kirchenrechtes entwickelt. Das Papier soll nun bis 15. Jänner von Fachleuten in Österreich, aber auch von Experten in Rom begutachtet werden. Nach diesem Konsultationsprozess wird es den Bischöfen zur Beschlussfassung vorgelegt und als Dokument der Bischofskonferenz – wenn es keine Gegenstimmen gibt – oder als Dialog-Dokument veröffentlicht.Eine ähnliche Konsultationsrunde ist für das Papier der Projektgruppe „Wiederverheiratete und Geschiedene im Kontext von Ehe und Familie heute“ (Leitung: Küng) vorgesehen. Darin wird eine Pastoral an Wiederverheirateten und Geschiedenen auf der Basis des kirchlichen Lehramtes entwickelt. Dabei geht es nicht allein um Kommunionempfang und Patenamt. Zum Bericht der Projektgruppe „Frauen in Kirche und Gesellschaft“ (Leitung: Kapellari, Hauft) stellen die Bischöfe fest, dass es die von der Dialogversammlung gewünschte gesamtösterreichische Frauenkommission nicht geben wird. Stattdessen sollen in den nächsten drei Jahren Gespräche zwischen Bischöfen und Vertreterinnen der Diözesen stattfinden.