„Die Gelder des Familienlastenausgleichsfonds sind kein Jolly Joker, den man immer dann ausspielt, wenn es gilt, Budgetlöcher zu stopfen oder die Interessen anderer Gruppen zu befriedigen.“ Dies betonte der Präsident des Katholischen Familienverbandes, Johannes Fenz. Er antwortete damit auf den Vorstoß des Wirtschaftsforschungsinstitutes und des Institutes für Höhere Studien, die eine Senkung der Dienstgeberbeiträge zum Familienlastenausgleichsfonds von derzeit 4,5 aus 3,8 Prozent empfehlen. Ähnliche Vorschläge zur „Entlastung der Lohnnebenkosten“ gibt es auch von Finanzminister Edlinger. Die Begehrlichkeit von Wirtschaft und Politik auf die Familiengelder ist deshalb so groß, weil in den nächsten Jahren Überschüsse im Lastenausgleichsfonds zu erwarten sind. Diese gehen aber vor allem auf die massiven Leistungskürzungen für die Familien durch die Sparpakete zurück.