Die „Jubel-Messe“ von Carl Maria von Weber bildete die passende Begleitmusik, als am Sonntag vor einer Woche beim Hochamt im Linzer Dom das 25-jährige Bestehen des Kirchenmusikreferates der Diözese Linz gefeiert wurde.Von der Linzer Diözesansynode angeregt, wurde das Kirchenmusikreferat im Herbst 1974 errichtet. Von Beginn weg steht es unter der Leitung von Domkapellmeister Mag. Anton Reinthaler. Später kamen Domorganist Dr. Wolfgang Kreuzhuber (der auch Direktor des Diözesankonservatoriums für Kirchenmusik ist) und Mag. Josef Habringer (besonders zur Betreuung der Jugendchöre und für die Kantorenausbildung) hinzu. Zur generellen Sorge um die Kirchenmusik, um die Pflege des Liedgutes für die Gottesdienste, kommen als besondere Aufgaben des Kirchenmusikreferates die Aus- und Weiterbildung der Chorleiterinnen und Chorleiter, der Organistinnen und Organisten und die Betreuung der rund 450 Kirchenchöre im Land. Auf dem Chorsektor bietet das diözesane Kirchenmusikreferat ein breites Weiterbildungsangebot. Höhepunkt ist seit 22 Jahren die sommerliche Kirchenmusik-Singwoche mit Chorleiterausbildung und Stimmbildung. Dazu kommen Chortage auf Dekanatsebene oder in den Regionen. Spektakuläre Höhepunkte in diesem Bereich waren die „Stimmensinfonie“ mit tausenden Chorsängern 1993 im Linzer Stadion oder das große Chortreffen zum Diözesanjubiläum im Linzer Dom 1985. Auch Chorliteratur stellt das Kirchenmusikreferat zur Verfügung. Bisher sind es über 200 Werke für den gottesdienstlichen Gebrauch – von Bach bis zu Kompositionen unserer Zeit.Zu den Agenden des Referates gehört auch der Orgelsektor mit der Aus- und Weiterbildung der Organisten sowie Beratung der Pfarren in Fragen des Orgelbaues. Das umfangreiche kirchenmusikalische Ausbildungsprogramm mündete 1992 in das neu errichtete Diözesankonservatorium für Kirchenmusik.