Wie lange ist es noch bis Weihnachten?“ fragt wie jedes Jahr Lukas auch heuer ungeduldig. Immer hat ihm die Mama einen süßen Adventkalender geschenkt. Und heuer? Weil Lukas am Abend so gern Geschichten hört, hat der Papa in der Buchhandlung neben seinem Büro diesmal ein Adventkalender-Geschichtenbuch für Lukas gekauft. Er musste auch hoch und heilig versprechen, Lukas so oft wie möglich eine Geschichte vorzulesen. Und weil Lukas neugierig ist, hat er den Papa eines Abends gefragt: „Woher kommt der Adventkalender?“ Darauf wusste sein Papa aber keine Antwort. Deshalb hat er bei uns angefragt: Wir verraten nun Lukas’ Papa und euch allen über die Kinderseite die Geschichte/n des Adventkalenders. Es gibt zwei Versionen: Nach der einen Überlieferung hat der Hamburger Pastor Heinrich Wichern in einem von ihm gegründeten Waisenhaus im Jahr 1839 jeden Tag im Advent eine Kerze auf einen mit Tannenzweigen verzierten Kronleuchter gesteckt und angezündet, täglich eine bis zum Hl. Abend. (Wichern gilt auch als „Erfinder“ des Adventkranzes.) Die zweite Version: Ein Münchner hat im Jahr 1909 in Erinnerung an seine Mutter eine Idee von ihr verbreitet. Sie hatte in seiner Kindheit 24 Kekse auf einen Karton genäht, um ihm die Wartezeit auf das Christkind zu versüßen.
Welche der beiden Ideen dem Adventkalender am meisten zur Verbreitung verholfen hat, lässt sich schwer nachkontrollieren. Beide Geschichten sind jedenfalls schön!