Das Salvatorianerkloster in Lochau wird für immer mehr Menschen im Bodenseegebiet und darüber hinaus ein Ort des Heil-Werdens. Programmiert war das so zunächst nicht. „Immer wenn es um Heil, um Heil-Werden geht, da kommen die Leute in Scharen. Unsere Kurse sind meist sehr rasch ausgebucht“, meint P. Viktor Liebel. Obwohl er in der charismatischen Bewegung beheimatet ist, sieht sich Liebel nicht als „Wunderheiler“, wie sie bisweilen die Massen anlocken. Er versteht sich als ein Handlanger des heilenden Gottes, als einer, der im Blick auf die Not, die Bedrücktheit oder die Schuldgefühle eines Menschen mithelfen möchte, dass Gott wieder ins Spiel kommt. Denn er ist überzeugt davon und hat es oft erfahren: Wenn es gelingt, die Antenne eines Menschen wieder auf den erlösenden, befreienden und verzeihenden Gott einzustellen, dann können sich die oft von schweren Lasten Niedergedrückten wieder aufrichten.Als er damit begonnen hat, Einzelgespräche und Kurse, besonders für Bedrückte und Suchende, anzubieten, habe es im Orden zunächst Widerstand gegeben, erzählt Pater Liebel. An der großen Nachfrage aber sei für ihn immer deutlicher geworden, das ist für ihn der Ruf der Zeit als Mitglied der „Gesellschaft des Göttlichen Heilands“. Dass in der letzten Zeit rund um dieses „Projekt“ auch eine salvatorianische Laiengemeinschaft wächst, ist für P. Liebel eine große Bereicherung.