Visualisierter Atom-Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung
Ausgabe: 1999/47, Atomgefahr, Atom, Plattform gegen Atomgefahr, Zick-Zack-Kurs, Politik, Klima, Schüssel, Bartenstein, Prammer
23.11.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Den „Visualisierten Atom-Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung“ präsentierte am Donnerstag, 18. November, die „OÖ. überparteiliche Plattform gegen Atomgefahr“ auf der Landstraße in Linz.Die Plattform-Aktivist/innen kritisieren, dass der AntiAtomAktionsplan, den die Bundesregierung im Juli 1999 beschlossen hatte, weder auf europäischer Ebene noch in den diplomatischen Beziehungen Österreichs umgesetzt wurde. Die Österreichische Bundesregierung soll eine Temelin-Offensive starten, denn sonst würde die Drohung, ein Veto bei den EU-Beitrittsverhandlungen Tschechiens einzulegen, nichts mehr nützen. Das Atomkraftwerk Temelin würde dann nämlich bereits in Betrieb sein. Die Mitglieder der Plattform erwarten sich eine eindeutige Position der Bundesregierung in diesem Zusammenhang, weil der ständige Zick-Zack-Kurs „Veto ja-Veto nein“ unglaubwürdig sei. Eine klare Position sei auch bezüglich des AKWs Krsko in Slowenien und zur Abschaltung von Bohunice in der Slowakei notwendig.Die „OÖ. Plattform gegen Atomgefahr“ richtete ihre Anliegen in einem offenen Brief an die Abgeordneten des Europa-Parlaments.