Die Bundesregierung hat vergangene Woche beschlossen, die Zuwanderungsquote für Ausländer/innen im Jahr 2000 erneut zu kürzen. Der vielfach kritisierte Wahlkampfslogan „Stopp der Überfremdung“ zeige offenbar Wirkung, kritisieren die Präsidenten der Caritas und der Katholischen Aktion. Wenn seit der Wahl die Regierungsparteien, aber auch die FPÖ, andauernd beteuern, dass sie eine bessere Integration der Ausländer in Österreich wollen, dann war diese Entscheidung das falsche Signal, betonte KA-Präsident Friesl. Wer wirklich Integration will, der müsse dazu ja sagen, dass Ausländer, die zum Teil schon seit Jahren in Österreich leben und arbeiten, ihre Ehefrauen und ihre Kinder nachholen dürfen. Gerade das, so Caritaspräsident Küberl, wird aber durch die neue Quote erheblich behindert. Derzeit sind etwa zehntausend Personen für eine Familienzusammenführung gemeldet, kommen aber dürfen kommenden Jahr nur 5360 Angehörige. Insgesamt beträgt die für 2000 festgelegte Zuwanderungsquote 8000 Personen, davon mehr als 1000 Führungskräfte und Spezialisten. Die Quote wird nach den Vorschlägen der Länder festgelegt. Die Senkung der Zuwanderungsquote um fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr geht zum größten Teil auf das Konto der Bundesländer Kärnten und Salzburg, beide mit starker FPÖ.