In ganz Österreich begingenChristen aller Konfessionen am Samstag/Sonntag den Christentag. Auch im Linzer Dom feierten am Sonntagabend erfreulich viele einen eindrucksvollen Gottesdienst.„Das wäre doch etwas, wenn uns am sogenannten Ende dieses Jahrtausends ein Licht aufginge, wenn uns allen die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen würde und wir uns gegenseitig annehmen und als Menschen wärmen könnten.“ So brachte Methodistenpastor Lothar Pöll zum Ausdruck, was der Christentag bringen sollte. Die Kirche, so Pastor Pöll, „hat eine Botschaft der Hoffnung, sie beschwört nicht den Weltuntergang, sondern die Umkehr zum Glauben“. Diese Hoffnung sollte Menschen bei dieser ökumenischen Feier am ersten Adventsonntag aufleuchten. Gläubige aller Konfessionen trugen mit Meditationen und Fürbitte-Texten zum Gottesdienst bei. Ihre je nach Konfession unterschiedlich gefärbten Stolas symbolisierten die Vielfalt von Kirche.Unterschiede, so Bischof Aichern als Gastgeber in der Domkirche, müssen nicht trennen. Gegen den Trend der totalen Wirtschafts- und Konsumausrichtung und gegen den Trend der Resignation sollte damit ein Zeichen gesetzt werden. Gemeinsamer Glaube müsse auch im gemeinsamen Einsatz für die Menschen zum Ausdruck kommen.Teilgenommen haben an der Feier im Dom Gläubige aller Konfessionen, die in Oberösterreich Gemeinden haben. Nach dem Gottesdienst bewies die Dompfarre ihre Gastlichkeit und lud die Feiernden zu einem wärmenden Schluck Tee und zu einen stärkenden Bissen Brot auf dem Domplatz. Die Kollekte zum Christentag wird einemFrauenprojekt in Mostar gewidmet.