Die „Initiative Welser gegen Faschismus“ hat am 22. November ihr Jahresplenum abgehalten. Robert Eiter, der zum Vorsitzenden wiedergewählt wurde, zog eine sehr positive Jahresbilanz – die Initiative galt etwa als Urheberin für die behördliche Auflösung des rechtsextremen Vereins „Dichterstein Offenhausen“ im Dezember 1998. Gespräche mit dem Bürgermeister von St. Wolfgang über die „Dr.-Franz-Xaver-Rais-Promenade“, benannt nach dem früheren Gemeindearzt, der 1942 eine Jüdin denunziert haben soll, verliefen zwar weniger erfolgreich. Erst Anfang November wurde aber ein Denkmal für den früheren Pfarrer von St. Wolfgang, Josef Rohrmoser, eingeweiht. Er war 1940 bis 1945 im KZ Dachau inhaftiert. Die Initiative war auch an der Durchsetzung des außergerichtlichen Tatausgleichs für Jugendliche, die kleinere Delikte rechtsextremer Prägung begangen hatten, erfolgreich. Das von der „Initiative Welser gegen Faschismus“ entworfene „Programm 2003“ wird derzeit mit Welser Politikern verhandelt. Als Erfolg wird auch das Symposion „Im Zweifel gegen den Flüchtling“ am 16. November, das gemeinsam mit der Kirchenzeitung veranstaltet worden war, gewertet.