Man höre und staune: In den Klosterschulen des Mittelalters wurde jährlich ein „Kinderbischof“ gewählt, der vom Nikolaustag bis teilweise zum „Fest der unschuldigen Kinder“ (6. bis 28. Dezember) auch den Erwachsenen sagen durfte, wo Kinder der Schuh drückt. Wie in der deutschen Kinderzeitschrift „Die Sternsinger“ des Bonifatiuswerkes zu lesen ist, wurde in katholischen Schulen der deutschen Stadt Hamburg dieser Brauch wiederbelebt. Alljährlich werden drei Kinderbischöfe gewählt, um im Namen von Kindern bei Politikern und der Presse mit Anliegen Gehör zu finden. Spielplätze und Schulen wurden so schon neu und kindgerechter hergerichtet. Auch auf Gefahren im Straßenverkehr konnten Buben und Mädchen in der Gestalt des guten Bischof Nikolaus aufmerksam machen.