Das Karenzgeld soll um ganze 33 Schilling angehoben werden, hieß es letzte Woche. Vor den Nationalratswahlen war noch von einer Erhöhung auf 6000 Schilling die Rede. Immerhin wären das über 400 Schilling mehr gewesen. Denn in Wirklichkeit ist das Karenzgeld zwischen 1990 und 1998 um 11,5 Prozent gesunken. Vielleicht jedoch hat der Finanzminister einfach nur ganz kühl gerechnet. Durch die abnehmende Zahl an Karenzgeldbezieher(inne)n spart er sich nämlich mehr als 100 Millionen Schilling im Jahr. Im Gegensatz dazu kostet die Erhöhung um 33 Schilling nur 30 Millionen. Diese Minierhöhung ist ein Affront gegenüber jungen Familien und gesellschaftspolitisch ein Signal in die falsche Richtung.