Die Heimkehr aus der babylonischen Gefangenschaft war möglich geworden, doch die Situation war schwierig. In einer Zeit auch enttäuschter Hoffnungen tritt ein namentlich unbekannter Prophet auf mit einer der schönsten Heilszusagen Gottes an Israel. Überwältigt spricht der Prophet: So wie die Erde Pflanzen hervorbringt und den Menschen Leben ermöglicht, so schenkt Gott Heil für alle.
Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt. Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern.
2. Lesung 1 Thess 5, 16–24
Freude, Gebet und Dank kennzeichnen die Gemeinde, denn Gott begleitet sie in Treue.
Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört. Löscht den Geist nicht aus! Verachtet prophetisches Reden nicht! Prüft alles, und behaltet das Gute! Meidet das Böse in jeder Gestalt! Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, wiederkommt. Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun.