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„Solange ich helfen kann, helfe ich“

Alois Neubauer (im Bild links) aus Neubau hat über hundert Hilfstransporte organisiert
Ausgabe: 2000/04, Neubauer, Solidaritätspreis, Solipreis, Rumänien, Kroatien, Bosnien, Hilfe
25.01.2000
- Martin Kranzl-Greinecker
Die Neubauers im Hörschinger Ortsteil Neubau sind seit langem eine bekannte Adresse für Hilfesuchende. Von den Passauer Hochwasserkindern, die sie 1954 aufnahmen, über eine kambodschanische Flüchtlingsfamilie im Haus bis zu Hilfstransporten nach Rumänien spannt sich der Bogen ihrer Hilfsbereitschaft.

Die Liste der von Neubauers „Büro für Humanitäre Hilfe“ 1990 bis 1999 nach Rumänien, Kroatien und Bosnien gelieferten Hilfsgüter liest sich wie der Inventurbericht eines Großkaufhauses: 5.450 Einheiten Bekleidung sind da zu finden, 2.674 Lebensmittelpakete, 80 Schreibmaschinen, 70 Spitalsbetten, 1.260 Sessel, 20 Hüftgelenksprothesen, 8 Blutdruckmesser und, und, und…

Ohne Rast und ohne Ruhe


Erfindungsreich und nimmermüde besorgt Alois Neubauer – unterstützt von Ehefrau Grete, seiner Familie und vielen Freiwilligen – (fast) alles, was in Ländern des ehemals kommunistischen Ländern Osteuropas benötigt wird. „Ich freue mich über jeden Tag, der mir geschenkt ist. Und ich möchte, dass sich auch andere freuen können. Deshalb will ich solange helfen, wie ich helfen kann“, begründet Neubauer sein Engagement. Seit der gelernte Schneider, der bis 1988 beim Bundesheer tätig war, in Pension gegangen ist , hat er noch nicht viel gerastet. „Ich freue mich schon auf die Ruhe. Aber die kommt erst mit der Ewigen Ruhe“, lautet sein Sprücherl.

Bis dahin ist genug zu tun: Lebensmittelangebote in Prospekten finden und in Mengen kaufen, exakte Transportlisten verfassen, Leih-LKW und Begleitpersonal für einen Hilfstransport organisieren. Kleiderspenden sind zu sortieren und beim nächsten Flohmarkt werden Frau und Tochter wieder Altwaren anbieten. Der Flohmarkterlös, 1999 immerhin 59.000,– dient der Transportfinanzierung. Insgesamt, so rechnet Alois Neubauer, werden es wohl weit über zehn Millionen Schilling sein, die durch ihn bisher nach Osteuropa gelangt sind.


Informationen über die Arbeit der beiden Solidaritätspreis-Träger aus Hörsching:


– Internationales Büro für Humanitäre Hilfe – Franziskanische Gemeinschaft, Fam. Neubauer, Sachsenburgweg 4, 4063 Hörsching, Tel. 07221/72167.

– Leprahilfe der Franziskanischen Gemeinschaft, Alois Haidvogel, Niederndorfstraße 26, 4063 Hörsching, Tel. 07221/72006
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