ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen Dialog.
Ist das die „Himmelfahrt“ im Jahr 2030 – der Mensch, in die Datenwolke verschoben? Baut Google deshalb in jedem kleinen Dorf seine riesigen Datencenter? Für den Upload in die Cloud der Überreichen und Übermächtigen.
Nicht jeder kann in die Cloud eingehen, nur die Auserlesenen. Und sind diese erst mit der Datenwolke verschmolzen, braucht es auch keine Äcker und kein Wasser mehr, nur noch Strom, Strom, Strom.
Die Kirche aber feiert am 15. August seit vielen Jahrhunderten das Fest der Entschlafung und Himmelfahrt Marias.
Als Papst Pius XII. am 1. November 1950 das Dogma von der „leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel“ verkündete, war dies keineswegs unumstritten. Dogmatiker (wie Karl Rahner) plagten sich herum, das Dogma in Schrift und Tradition zu verankern. Nicht wenigen Katholik:innen bleibt es dennoch etwas fremd. Aber vielleicht schlägt ihm im Datenzeitalter die Stunde.
Wozu ist der Mensch berufen, zum Upload in die Cloud?
Maria ist der glaubende Mensch schlechthin. Der Tag ihres Todes ist zugleich der Tag ihrer Auferstehung, der 15. August ein kleines Ostern im Hochsommer.
„Himmelfahrt“ heißt: Was Maria geschieht, steht allen offen, nicht nur überreichen Technikgurus. Der Mensch als ganzer, mit Leib und Seele, wird von Gott willkommen geheißen.
Wir sind weder bloßer materieller Körper, noch eine Datensammlung, sondern leibliche Wesen.
Auferstehung heißt Vervollkommnung – werden, wozu wir immer schon berufen sind. Und weil Maria von Beginn an ihre Berufung vollkommen gelebt hat (dazu mehr am 8. Dezember – Mariä Empfängnis), glaubt die Kirche, dass sie in ihrem Tod direkt ihr Ostern erfährt.
Diese Himmelfahrt kommt ohne Raubbau an Mensch und Erde aus, sondern eröffnet allen das Leben. Ganz ohne Strom.

ist Universitätsassistent (post-doc) am Institut für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie Beauftragter der Diözese Eisenstadt für den christlich-jüdischen Dialog.

Birgit Kubik, 268. Turmeremitin, berichtet von ihren Erfahrungen in der Türmerstube im Mariendom Linz. >>
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