Der Prophet und die Prophetin ist als Mittler/in zwischen Gott und Mensch frei von Gott berufen und Gottes Wort verpflichtet.
Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören. Der Herr wird ihn als Erfüllung von allem erstehen lassen, worum du am Horeb, am Tag der Versammlung, den Herrn, deinen Gott, gebeten hast, als du sagtest: Ich kann die donnernde Stimme des Herrn, meines Gottes, nicht noch einmal hören und dieses große Feuer nicht noch einmal sehen, ohne dass ich sterbe. Damals sagte der Herr zu mir: Was sie von dir verlangen, ist recht. Einen Propheten wie dich will ich ihnen mitten unter ihren Brüdern erstehen lassen. Ich will ihm meine Worte in den Mund legen, und er wird ihnen alles sagen, was ich ihnen auftrage.
2. Lesung 1 Kor 7, 32–35
Noch zu unseren Lebzeiten wird Christus in Herrlichkeit wiederkommen – in dieser Erwartung lebten die Christinnen und Christen der Gemeinde in Korinth. Ist es dann nicht empfehlenswert, unverheiratet zu bleiben für diese kurze Zeit bis zur Wiederkunft Christi, damit jede und jeder sich ganz auf die Sache Gottes konzentrieren kann und nicht von der Sorge um die Dinge dieser Welt gefangen ist? Paulus versucht darauf eine Antwort zu geben, gründend in seiner persönlichen Überzeugung.Ich wünschte aber, ihr wäret ohne Sorgen. Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen. Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; er will seiner Frau gefallen. So ist er geteilt. Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, um heilig zu sein an Leib und Geist. Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; sie will ihrem Mann gefallen. Das sage ich zu eurem Nutzen: nicht um euch eine Fessel anzulegen, vielmehr, damit ihr in rechter Weise und ungestört immer dem Herrn dienen könnt.