Abdurrahman Wahid tourt seit zehn Tagen quer durch Europa. Das Image des Staates mit den 13.000 Inseln soll im Westen verbessert werden, zu sehr hat es in den vergangenen Monaten an Gewalt und wirtschaftlichem Niedergang gelitten. Doch der beinahe blinde Moslemführer lässt sich nicht nur von ökonomischen Interessen leiten. Der Staatspräsident nützte die „hervorragenden Beziehungen“, um ausführlich mit dem Papst die Situation der christlichen Minderheit zu erörtern. Das Bild vom besonders herzlichen Empfang Wahids in Rom ist ein klares Signal: Christen und Moslems können miteinander und müssen gemeinsam für Frieden und Versöhnung arbeiten. Wer jedoch das Gegenteil behauptet, missbraucht die Menschen für seine politischen Interessen.