In unserer Gesellschaft und Medienwelt zählen Schönheit, Leistungsfähigkeit, Sportlichkeit und Dynamik. Krankheit wird als „Reparaturfall“ gesehen, den man in der Werkstätte beheben lässt. Chronisch Kranke und Menschen im Sterbeprozess werden „privatisiert“, aus dem Blickfeld gerückt, so wie man sich auch von Behinderteneinstellungen freikauft. Mit dem Welttag des Kranken am 11. Februar hat der kranke Papst vor Jahren diesem Trend ein prophetisches Bekenntnis zum Menschen, auch und gerade in seinen bedrängten Lebensumständen, entgegengesetzt. Im Jubeljahr kamen Tausende Kranke und Behinderte nach Rom. Gemeinsam mit dem vom Leiden gezeichneten Papst legen sie in diesen Tagen ein starkes Zeugnis von der unteilbaren Würde des Menschen und der unteilbaren Liebe Gottes ab.