Den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis 1999 der Deutschen Bischofskonferenz erhielt das Buch „Das Geheimnis des Feuers“ des zeitweise in Afrika lebenden schwedischen Autors Henning Mankell. Es wurde unter 327 Büchern aus 76 Verlagen ausgewählt. Realistisch und voll Poesie erzählt es die authentische Geschichte des Mädchens Sofia, das unendliches Leid im Bürgerkriegsland Mosambik erlebt. Ihr Vater kam bei einem Überfall ums Leben, sie selbst, ihre Mutter, ihre Schwester und ihr Bruder überleben das Massaker, fliehen und finden in einem Dorf Unterschlupf, jedoch lauern schreckliche Gefahren durch Minen ... Am Ende fasst Sofia neuen Lebensmut und gewinnt eine Perspektive für die Zukunft.
Henning Mankell: Das Geheimnis des Feuers, Oetinger-Verlag, S 145,–.
Ausgezeichnet
Ebenfalls ausgezeichnet, und zwar mit dem Kinder- und Jugendliteraturpreis des Landes Steiermark, wurde das kurz vor seinem überraschenden Tod fertig gestellte Buch des Salzburger Kinder- und Jugendbuchautors Kurt Wölfflin „Das Mädchen, der Fisch und die Vögel“, eine zarte Liebesgeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Erzählung umspannt drei Tage des letzten Sommers vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges in einem Dorf unweit von Braunau am Inn. In einfühlsamer Erzählkunst schildert Wölfflin die überwältigenden Gefühle blutjunger Menschen und ihre jugendliche Weltentdeckungslust in einer schrecklichen Zeit voller Gefahren.
Kurt Wölfflin: Das Mädchen, der Fisch und die Vögel. Eine Liebesgeschichte. Gabriel-Verlag, S 182,–.
Ursprünge
Manche Rätsel unserer Entwicklungsgeschichte löst das großformatige, bebilderte Buch „Auf den Spuren der Menschen“. Wann, wo und wie wurde der Mensch zum Menschen? Wieso gibtes keinen Neandertaler mehr? Wieso können Menschen sprechen und Schimpansen nicht? Hier finden größere Kinder und Junggebliebene einen wissenschaftlich fundierten Überblick zur Entwicklungsgeschichte der Menschheit.
Claudia Schnieper, Udo Kruse-Schulz: Auf den Spuren des Menschen. Das Rätsel unserer Entwicklungsgeschichte. kbv (Kinderbuchverlag) Luzern, S 248,–.