Lebenshilfe vo Karl Eller, Männerreferent der Diözese Innsbruck
Ausgabe: 2000/21, Väter, Söhne, Eller
23.05.2000
- Karl Eller
Das Innsbrucker Männerreferat bietet seit drei Jahren die Möglichkeit, dass Väter mit ihren Söhnen gemeinsame Wochenenden im Zelt gestalten. Diese Angebote haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen:
- Begeisterte Väter, die sich durch diesen Impuls angeregt und zu weiteren Initiativen animiert sehen. - Glückliche Buben, die von diesen Wochenenden erzählen und ihre Väter zu weiteren Gemeinsamkeiten anspornen. - Für das Angebot aufgeschlossene Mütter, die Väter und Söhne zu solchen Wochenenden anmelden. - Empörte Frauen, die in dieser Initiative eine Diskriminierung der Mädchen sehen.
Die Väterteams, die diese Wochenenden gestalten, sind von folgenden Überlegungen geleitet:
- Buben brauchen ihre Väter als erlebbare Identifikationspersonen. Diese und andere Möglichkeiten schaffen positive Beziehungsimpulse. - Manche Väter haben als Buben selber unter der gefühlsmäßigen Entfernung zu ihren Vätern gelitten, sie wollen für ihre Söhne spürbare, greifbare Väter sein. - Väter und Buben sind auch gerne einmal als Männer unter sich. Diese Zeit glücklich gestaltet, gibt Kraft und Lebensfreude, auch für das gesamte Familienleben und den Alltag – und auch für das Erwachsenenleben, wenn die Kinder vielleicht einmal selber Väter sind ...
Demnächst behandeln wir das Thema „Väter und Töchter”.