Die Fremdsprachige Seelsorge der Diözese Linz und die Caritas Flüchtlings- und Gastarbeiterberatung stellten ihren Jahresbericht 1999 vor.
Für verschiedene Volksgruppen gibt es in unserer Diözese muttersprachliche Seelsorge, angeboten von der Abteilung Fremdsprachige Seelsorge. Katholische Seelsorge für Albaner, Kroaten, Polen, Slowenen, Tschechen und Slowaken, Ungarn sowie Griechen; orthodoxe Seelsorge für Kopten, Serben sowie Syrer/Arramäer. Mehr als 30 Gottesdienstzeiten und viele gesellschaftliche Angebote umfasst die Arbeit der Fremdsprachigen Seelsorge. Die zweite Seite der kirchlichen Dienste für Menschen, die aus anderen Ländern nach Österreich kommen, ist das Caritas-Angebot. So schlägt sich auch der Kosovo-Konflikt in den Zahlen des Jahresberichtes der Caritas nieder: Etwa 600 Kosovo-Flüchtlinge waren Ende August 1999 in Oberösterreich; ein Großteil konnte wieder heimkehren. Die Aufenthaltsverfestigung beginnt zu greifen, seit August 1999 ist auch eine verbesserte Regelung betreffend die Notstandshilfe in Kraft, ist dem Caritas-Bericht zu entnehmen. Und auch andere politische Weichenstellungen spiegeln sich im Bericht wider: Die Zahl der bewilligungspflichtig beschäftigten Ausländer sank in Österreich erneut (239.140), in Oberösterreich allerdings stieg sie leicht (35.460). Die Arbeitslosigkeit unter den Ausländern beträgt in OÖ etwa zehn Prozent.