„Da muss etwas geschehen. Gibt es ausreichend Geld und internationale Solidarität für die Konfliktvermeidung oder für den Krieg und etwas für den Wiederaufbau?“
So steht es in der Einleitung zum Jahresbericht 1999 der Fremdsprachigen Seelsorge und der Flüchtlings- und Gastarbeiterberatung der Diözese Linz. Dr. Laszlo Vencser, Leiter der Fremdsprachigen Seelsorge, und Mag. Hans Schwarzbauer-Haupt, Leiter der Flüchtlings- und Gastarbeiterberatung, formulieren ihre Enttäuschung über das Fehlen rechtzeitiger Konfliktprävention: Hintergrund dieser Mahnungen sind die Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Kosovo-Konflikt. Der gewaltfreie Widerstand im Land wurde international gelobt, aber es gab kaum Unterstützung. Die Verzweiflung und damit der Wille, den Widerstand auch aufzumunitionieren stieg, die Gewalt eskalierte. – Im April 1999 hatte die Caritas in Österreich dann wieder alle Hände voll zu tun, die Flüchtlinge zu versorgen. „Man muss neue Wege gehen, um Krieg, Massenmord und Vertreibung zu verhindern“, heißt es im Bericht. Eine der besonderen Caritas-Aktivitäten für Flüchtlinge war die Betreuung iranischer Christen. – Im Rahmen einer Sonderaktion konnten seit Februar dieses Jahres 46 ausreisungswillige in den USA untergebracht werden.