Der Papst hat Jonas Kauneckas zum neuen Bischof der litauischen Diözese Telsiai ernannt. Am 5. August wird er zum Bischof geweiht. Die Diözese Telsiai unterhält seit vielen Jahren durch Schulpatenschaften (z. B. zum Paulinum in Schwaz), durch die Unterstützung bei der Ausbildung von Religionslehrern und der Herausgabe von religiösen Kinder- und Jugendbüchern rege Kontakte nach Österreich. Jonas Kauneckas war dabei stets einer der wichtigsten Kontaktleute und Initiatoren. Er hält nichts von der ängstlichen Abriegelung der Kirchen in den ehemals kommunistischen Ländern, sondern tritt für einen befruchtenden Dialog ein. Als einer der fünf Mitglieder der „Komitees zur Verteidigung der Rechte der Gläubigen“ wurde er vom KGB mit Hausdurchsuchungen, Festnahmen und Verhören drangsaliert. 1979 protestierten zahlreiche Kirchenzeitungsleser/innen gegen seine Verfolgung, 1980 erhielt er im Zuge der Kirchenzeitungs-Ostergrußaktion viel bestärkende Post aus Österreich. Jonas Kauneckas ist 1938 geboren. Von 1959 bis 1972 war er vom Theologiestudium ausgesperrt und studierte zunächst Germanistik. Seit 1977 ist er Priester.