Schlusslicht Österreich, Erzdiözese Rio rettete 5000, Kein Patent für Killer-Cocktail
Ausgabe: 2000/22, Schlusslicht Österreich, Erzdiözese Rio rettete 5000, Kein Patent für Killer-Cocktail
30.05.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Schlusslicht Österreich
Wien. Scharfe Kritik übte die von zahlreichen kirchlichen Gruppen mitgetragene Kampagne „Erlassjahr 2000“ an der österreichischen Regierung. Obwohl das von der Überschwemmungskatastrophe schwer getroffene Mozambik ein Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungshilfe ist, gibt es von der Bundesregierung keine Zusage, die Schulden des afrikanischen Landes zu erlassen. Außerdem sei der österreichische Beitrag zum Wiederaufbau gegenüber dem Engagement der USA und anderer EU-Länder beschämend niedrig.
Erzdiözese Rio rettete 5000
Rio de Janeiro. Die Erzdiözese Rio de Janeiro hat nach Angaben von Kardinal Sales zwischen 1976 und 1982 rund 5000 politisch Verfolgte aus zahlreichen lateinamerikanischen Ländern gerettet. Es handelte sich dabei vor allem um Opositionelle, denen die Militärdiktaturen in Chile, Argentinien und Uruguay nach Freiheit und Leben trachteten. Anlaufadresse für die Verfolgten, die bis zu ihrer Ausreise in ein sicheres Drittland in rund 80 angemieteten Wohnungen und Klöstern versteckt wurden, war das bischöfliche Palais.
Kein Patent für Killer-Cocktail
München. Das europäische Patentamt in München hat ein 1996 der Michigan State University (USA) gewährtes Patent als „sittenwidrig“ widerrufen. Zuvor gab es heftige Proteste von Ärzteverbänden und der Hospizbewegung. Bei dem Patent handelt es sich um eine Medikamentenmischung zur „gändigen und schmerzfreien“ Tötung von Tieren (Killer-Cocktail). Die Patentinhaberin wollte sich die Möglichkeit einer Anwendung beim Menschen bei geänderter Gesetzeslage offen halten. Das wurde nun widerrufen.