Zusammenrücken ist im Seelsorgeraum Wels/Thalheim angesagt
Ausgabe: 2000/22, Seelsorge, Wels
30.05.2000
- Matthäus Fellinger
Wie können wir in Wels eine gemeinsame Stadtseelsorge aufbauen? Diese Frage beschäftigt die Welser Pfarren. Es gibt erste Schritte.
Wenn die Kirche von Wels den Menschen näher rücken will, müssen die Pfarren näher zusammenrücken. Es war wie eine Art Konzil, als im heurigen März von rund 80 Priestern und Laien aus allen Bereichen der Kirche von Wels und Thalheim die Weichen gestellt wurden. Für die wichtigsten Fragen, denen sich die Kirche von Wels künftig zu stellen hat, gibt es seither je eine Arbeitsgruppe, 17 sind das jetzt. Noch vor dem Sommer wird jede Arbeitsgruppe zusammentreffen.
Leitsätze wurden entwickelt
Schon seit Herbst 1999 gab es eine Reihe von Treffen. Die Mitglieder der Pastoralkonferenz des Dekanates haben Leitsätze entwickelt, die künftig bei allen Maßnahmen gelten sollen. Der Auftrag „im Sinne Jesu zu leben“ steht ganz am Anfang dieser Leitsätze. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger von Wels verstehen das zuerst als einen Anspruch an ihre eigene Lebensgestaltung. Daraus folgt der Grundauftrag: „Wir teilen die Erfahrung und Überzeugung, dass uns in Jesus Christus, in seiner Art zu leben und das Leben zu deuten, ein verlässlicher Weg zu einem sinnvollen und geglückten Leben eröffnet ist.“ Den Menschen leben zu helfen, ist so erstes Ziel der Seelsorge von Wels. „Ihr alle seid Seelsorger, helft den Menschen leben.“ So lautet das bei der Klausur als am wichtigsten eingestufte Anliegen. Zu einem Leben in Fülle zu helfen wird vordringlich gesehen.. Es soll alles getan werden, damit Menschen Kirche tatsächlich als Hilfe erfahren. Dechant Arno Jungreithmair (Thalheim) ist mit vielen anderen eine lebendige Liturgie wichtig. Besonders für die Jugend gelte es eine Sprache zu finden, die als lebensnah empfunden wird. Die Gebete und Lieder werden daher von einer Gruppe unter die Lupe genommen, ob sie diesem Anspruch gerecht werden. „Zusammenarbeit ohne Mehrarbeit“ erwartet sich Jungreithmair für die Seelsorger/innen. Über die Pfarrgrenzen hinweg sollen die Talente besser zum Einsatz kommen.