Ich bin Vater von drei Töchtern und einem Sohn. Unsere Freizeitgestaltung in der Familie ist nicht immer nur auf Gemeinsamkeit ausgerichtet. Es gibt auch Zeiten, in denen ich mit einem Kind allein etwas unternehme: Das kann ein Spiel, ein Spazier-gang, eine Gute-Nacht-Geschichte, ein ruhiges Gespräch oder herzhaftes Blödeln sein. Dabei ist mir klar geworden, dass Mädchen die Vaterbeziehung genauso brauchen wie Buben, wenn auch auf andere Weise. Immerhin ist es der Vater, der einer Tochter den ersten Zugang zur Männerwelt eröffnet. Diese erste Beziehung zu einem Mann legt einen Grundstein dafür, wie sich Mädchen auf die Männerwelt einstellen werden. In diesem Bewusstsein, das ich mit anderen Vätern teile, wurde mir klar, dass wir unseren Töchtern einiges für ihr Leben mitgeben wollen: Ansehen und Wertschätzung, Achtung voreinander, Geborgenheit und Freiheit – die Gewissheit einer schützenden, segnenden Vaterhand.