P. Marie-Alain Couturier im Dialog mit hochrangigen Künstlern seiner Zeit
Ausgabe: 2000/23, Couturier, Geist, weht, wehen, Der Geist weht, Kunst, Kirche
06.06.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Kunstreferat und Pädagogische Akademie der Diözese Linz dokumentieren Leben und Bedeutung des P. Marie-Alain Couturier – eines Pioniers im Verhältnis Kunst und Kirche.Otto Mauer war es für Österreich. P. Marie-Alain Couturier brachte es in Frankreich zu Stande. Sie haben das Verhältnis von Kunst und Kirche mit Spannung erfüllt. Die brennenden Themen der Kirche sind auch die brennenden Themen der Kunst – wenn man sich diesen wirklich stellt. Couturier hat die Ausdruckskraft der Kunst entdeckt. Jeder wahre Künstler sei vorbereitet für spirituelle Wahrnehmungen, meinte er.„Warum nicht für die Ankunft jenes Geistes, der schließlich weht, wo er soll?“, fragte er. „Der Geist weht, wo er kann“ wählten die Gestalter daher auch als Ausstellungstitel. Konsequent bahnte Couturier den Weg aus einem Kunstverständnis, das nur zu Mittelmäßigkeit und religiösem Kitsch fähig war. „Alles Ewige ist gleichzeitig modern“, schrieb Couturier vor beinahe 50 Jahren.An der Weißen Galerie der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz zeigt das Kunstreferat der Diözese Linz bis 15. Juni eine Dokumentationsausstellung mit 62 Farbtafeln, auf denen Couturiers Leben, seine Begegnungen mit wichtigen Künstlern wie Matisse, Braque, Léger oder Le Corbusier sowie seine bedeutendsten verwirklichten Projekte vorgestellt werden.
Ein 171 Seiten starkes Katalogbuch ist dazu in den Editionen St.Virgil erschienen. Der Autor des Kataloges Mag. Hartwig Bischof spricht am Mittwoch, 14. Juni, 10.30 Uhr, zur Ausstellung.
Pädagogische Akademie der Diözese Linz, Weiße Galerie, bis 15. Juni 2000.