Fonds „Pro Europa“ für den Unterstützung der Kirche in Osteuropa
Ausgabe: 2000/23, Pro Europa, Osteuropa,
06.06.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Mit dem Fonds „Pro Europa“ fördert die katholische Kirche Österreichs über die Diözesen hinaus die Aufbauarbeit in Osteuropa.
Eine Armen-Volksküche, ein Kindergarten und eine Musikschule. Im Provinzhaus der Vinzentinerinnen in Split in Kroatien wird schon bald ein reges Kommen und Gehen herrschen – fast wie in der kommunistischen Zeit, als auf dem teilweise enteigneten Grund ein Warenhaus und eine Bank betrieben wurde und ein Marktplatz im Klostergarten Die Schwestern schöpfen dank der kirchlichen Hilfe aus dem Westen Hoffnung. In der Zeit des Bosnienkrieges waren Flüchtlinge im Haus untergebracht, das in der Zwischenzeit stark heruntergekommen war. Viele Schwestern müssen zur Zeit sogar außerhalb ihres Ordenshauses in der Stadt wohnen. Das wird sich bald ändern. Der Bau des Provinzhauses in Split ist eines der Projekte, mit denen Pro Europa, der Osthilfefonds der Österreichischen Bischofskonferenz, am „Haus Europa“ mitbaut. „Durch unsere Projekte arbeiten wir indirekt am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft und einer Kultur der Gewaltfreiheit mit“, betont Reinhard Rechberger, Geschäftsführer von Pro Europa. „Die Kirche in Osteuropa hat ihren Glauben in den schwierigen Zeiten so mutig verteidigt und weitergetragen; die Menschen müssen deshalb erfahren, dass wir sie nun nicht alleine lassen.“ In Bosnien-Herzegowina sind immer noch viele Pfarren aus der Zeit des Balkankrieges zerstört. In Rumänien und Albanien herrschen schreckliche soziale Zustände. Die Kirche in diesen Ländern versucht intensiv zu helfen, ist aber ihrerseits auf Hilfe aus dem Westen angewiesen. Pro Europa unterstützt den Bau von Schulen, Exerzitien-Häusern, Pastoral- und Jugendzentren. Vor allem investiert Pro Europa in die Aus- und Weiterbildung der Menschen.Nicht immer sind es große Bauprojekte, die Pro Europa fördert. „Wenn Europa zusammenwachsen soll“, so Geschäftsführer Rechberger, „dann dürfen wir gerade auch die kleinen Hilfsleistungen nicht übersehen“. „Wo diese Hilfe greift“, so die Erfahrung Rechbergers, „greift bald auch die Selbsthilfe“. Der Fond „Pro Europa“ arbeit mit dem „Ostfond der Diözese Linz“, zusammen, die Projekte werden aufeinander abgestimmt.
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