Während für die meisten Firmlinge die Firmung bereits vorbei ist, denken Pfarren schon an die Firmvorbereitung fürs nächste Jahr. Wir bringen einige Erfahrungen aus Pfarren, die heuer Besonderes versucht haben.
Jugendlichen mit der Firmvorbereitung ein gute Erfahrung von Kirche mit auf den Lebensweg zu geben, ist Ziel der pfarrlichen Firmvorbereitung. So unterschiedlich wie die Jugend selbst sind die Wege dorthin.
Jugendliche konnten wählen
Wie man sich die Firmung vorbereitet, konnten Firmlinge der Linzer Pfarre Heiliger Geist heuer selbst mitbestimmen. Eine Reihe verschiedener Firmprojekte stand zur Wahl.„Anfangs“, erzählt etwa Martin Baumgartner, „war ich recht skeptisch über diese Möglichkeit.“ Er entschied sich fürs „Schnuppern in der Pfarre“. Andere erlebten einmal ein Kloster von der Innenseite. Sie konnten wählen zwischen einem Wochenende im Stift Schlägl und bei den Linzer Karmelitinnen. Eine weitere Gruppe teilte das Leben mit Menschen mit Behinderungen, andere wiederum fanden sich zu einer „Jugendband“ zusammen. Bei einem „bunten Abend“ mit den Eltern und Paten im Mai präsentierten die Jugendlichen dann ihre Erfahrungen aus den einzelnen Projekten.
Eine Firmzeitung entsteht
Auch in Hartkirchen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, neben der „üblichen“ Form der Vorbereitung zwischen einzelnen Projekten zu wählen. So besuchten Jugendliche ältere Menschen im Bezirksaltenheim Leumühle, andere fuhren auf die Burg Altpernstein, wieder andere gestalteten eine Abendfeier zum Thema „Hände“. Zusammengefasst sind die Erfahrungen in einer Firmzeitung, die die Firmlinge mit ihrem Pfarrer Rudi Wolfsberger gestaltet haben. Darin befragten sie auch Abt Martin Felhofer über sein Leben. Er war als Firmspender vorgesehen, fiel aber dann wegen einer Erkrankung aus.Auch die Firmlinge aus Neuhofen im Innkreis haben ihre Erfahrungen aus den neun Projektgruppen in einer 24 Seiten starken Firmzeitung zusammengefasst. „Treffpunkt Firmung“ heißt das Blatt, für das die Firmlinge sogar den Diözsanbischof als Mitautor gewinnen konnten. Da erfährt man beispielsweise, wie eine Gruppe versuchte, „Fast-Food-Speisen selbst zu kochen. Eine andere Gruppe arbeitete mit Ton. Bei einem Eltern- und Patenabend wurde das Erzeugte feilgeboten. Ein Besuch bei der Lebenshilfe war ein beeindruckendes Erlebnis. „Sie wollten uns gar nicht mehr gehen lassen“, war etwa Regina Maier überrascht davon, wie viel Freude der Besuch bei den Behinderten auslöste.
Ein Firmseminar mit Wochenende
Gemeinschaft einmal ganz tief zu erleben – das konnten auch die insgesamt 45 Buben und Mädchen von Esternberg. In einem Firmseminar haben sie sich auf die Firmung vorbereitet, Höhepunkt war ein Firmvorbereitungs-Wochenende. Vertrauen zu lernen in der Gruppe, die Pfarre besser kennen zu lernen, über Themen wie Sinn des Lebens, Freundschaft und Beziehungen sich auszutauschen, das waren dabei wichtige Inhalte.Die Firmlinge haben auch Pfarrmitglieder über ihre Sicht zu verschiedenen Themen befragt. Mit einer „Firmsendungsmesse“ wurde die Vorbereitung abgeschlossen.