Je nach Standort, von dem man auf etwas schaut, kann man ganz Unterschiedliches wahrnehmen. Ein Beispiel dafür ist die Bewertung der Anfang Juni von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer präsentierten Ergebnisse einer Elternbefragung zum Thema Kindergarten-Öffnungszeiten. 27.084 Fragebögen wurden ausgewertet. 90 % der Eltern sind mit den Öffnungszeiten „sehr zufrieden“ bzw. „zufrieden“. Berufstätige sind weniger zufrieden. Gemeinsam erziehende Eltern sind ebenfalls zu 90 % zufrieden, Alleinerziehende dagegen nur zu 82 %. Auch mit der Ferienregelung sind die meisten Eltern einverstanden. Allerdings ist jede/r neunte Alleinerziehende/r damit sehr unzufrieden. 70 % der 690 Kindergärten in Oberösterreich werden als Ganztagskindergärten (mit unterschiedlichen Öffnungszeiten) geführt; 30 % als Halbtagskindergärten. 78 % der Kindergartenkinder werden in Ganztagskindergärten betreut. In den letzten zwei Jahren haben 109 Kindergärten die Öffnungszeiten ausgeweitet. Etwa 19 % der Befragten gaben an, andere Öffnungszeiten zu benötigen. Allerdings waren von ihnen nur zwei Drittel bereit, für längere Öffnungszeiten auch mehr zu bezahlen. Gewünscht wird vor allem eine Vorverlegung der Beginnzeiten um eine viertel bzw. halbe Stunde. Landeshauptmann Pühringers Resümee zur Studie – „die Eltern von Kindergartenkindern sind mit den vorgegebenen Rahmenbedingungen mit sehr großer Mehrheit zufrieden“ – nennt dagegen der Vizepräsident der oö. Arbeiterkammer, Dr. Hans Kalliauer, als „grob irreführend“. Denn, so Kalliauer, es wurden nur Eltern befragt, deren Kinder einen Kindergartenplatz haben. Vor allem fehlten Krabbelstuben und Hortplätze, die berufstätige Eltern entlasten könnten. Die AK hat Anfang des Jahres berufstätige Frauen zwischen 25 und 35 Jahren befragt und dabei ein anderers Bild erhalten: 75 % sind unzufrieden mit den Betreuungsmöglichkeiten der Unter-Dreijährigen; 55 % sind unzufrieden mit der Nachmittagsbetreuung für Volksschüler, 53 % sind unzufrieden mit den täglichen Öffnungszeiten.
Rufhilfe
Landesrat Ackerl und die Linzer Gesund-heits-Stadträtin Dr. Christiana Dolezal sowie der Präsident des Roten Kreuzes Leo Pallwein-Prettner übergaben am 6. Juni das 3.000 Rufhilfegerät des Roten Kreuzes. Die Rufhilfe wird mit Unterstützung des Sozialreferates des Landes OÖ vom Roten Kreuz und vom Arbeiter-Samariterbund angeboten. Über ein Sendegerät sind die damit ausgestatteten Seniorinnen und Senioren mit der jeweiligen Rettungsstelle automatisch verbunden – sie ist ein bewährtes Notruf-system geworden; wer Hilfe braucht, löst den Alarm aus