Der Vatikan hat am Montag das „dritte Geheimnis“ von Fatima veröffentlicht und gleichzeitig vor Fehlinterpretationen gewarnt. Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger, betont in einem Kommentar, das Schlüsselwort des „dritten Geheimnisses“ sei der dreimalige Aufruf zur Buße und nicht die Vorhersage eines unabänderlich ablaufenden zukünftigen Geschehens. Es handle sich bei diesem Text, so Ratzinger, um eine symbolische Sprache, die nicht im Sinne einer präzisen Zukunftsvorhersage Einzelheiten künftiger Ereignisse beschreibe, sondern in verdichteter Form den leidvollen Weg der Welt und der Kirche im 20. Jahrhundert zusammenfasse. Wer auf aufregende apokalyptische Enthüllungen über das Weltenende oder die Zukunft gewartet habe, der müsse enttäuscht werden. Die Geschehnisse gehören heute bereits der Vergangenheit an, betont Ratzinger.