Sarah flog mit ihren Eltern vom Urlaub nach Hause – das war aufregend. Nach dem Flugzeug-Essen wurde Sarah langweilig. Sie begann in der großen Tasche bei ihrem Sitzplatz zu kramen und entdeckte ein Papiersackerl der UNICEF, dem weltweiten Hilfswerk für Kinder, mit einem Foto von fröhlichen Kindern aus Afrika. Weil Sarahs Englisch noch zu wünschen übrig lässt, übersetzte Papa, was auf dem Säckchen stand: Die Flugpassagiere wurden freundlich aufgefordert, übrig gebliebenes Wechselgeld aus dem Reiseland, Kleingeld, das daheim dann ohnehin herumliegen würde, für Kinder zu spenden. Die Fluggesellschaft British Airways würde das Geld an die UNICEF übergeben. Sarah ersuchte ihre Eltern um die übrig gebliebenen Pesetas. Sie gaben bereitwillig alles, was noch im Geldtascherl war. Sogleich schlossen sich die anderen Passagiere in dem großen Charter-Flugzeug an. „Kleinvieh macht auch Mist!” meinte die Frau hinter Sarah und meinte, wenn viele wenig geben, ergibt das in der Summe viel. Als das Säckchen richtig dick war, übergab es Sarah der freundlichen Stewardess. Dann machte sie die Augen zu und stellte sich afrikanische Kinder vor, die mit ihren Freunden spielten – im Religionsheft hatte sie ein solches Bild gesehen. Die Kinder strahlten in ihrer Vorstellungskraft genauso wie die Kinder auf dem Säckchen-Foto.