Positive Rückmeldungen aus der Kirche bekam Finanzminister Grasser. Er hatte eine Grundsicherung für Bedürftige nach dem Modell der Ausgleichszulage für Pensionisten, die unabhänig von der tatsächlichen Pension ein Mindesteinkommen von 8312 Schilling erhalten, vorgeschlagen. Der Vorschlag Grassers würde u. a. vielen allein stehenden Frauen zugute kommen, deren Erwerbs- bzw. Arbeitsloseneinkommen deutlich unter diesem Existenzminimum liegt. Caritas-Präsident Küberl, Vertreter der Katholischen Aktion und der Sozialakademie werteten den Grasser-Vorstoß als Chance, dass die Bekämpfung von Armut zu einem zentralen sozialpolitischen Leitziel der Bundesregierung werden könnte. Für die Katholische Sozialakademie dient die Grundsicherung nicht nur zur Armutsbekämpfung, sie ist auch eine notwendige Ergänzung zur immer flexibleren Arbeitsgesellschaft.