Genf. Der Ökumenische Rat der Kirchen in Genf hat die UN-Menschenrechts-Hochkommissarin Mary Robinson aufgefordert, umgehend nach Indonesien zu reisen, um die Lage auf den Molukken zu erörtern. Die Menschenrechtsverletzungen und Übergriffe auf Christen, die dort mit Unterstützung der Armee begangen würden, müssten sofort aufhören. Die indonesische Regierung wird aufgefordert, die Gewalttäter endlich zur Rechenschaft zu ziehen.
Eine friedvolle Zukunft
Jerusalem. In einem Brief forderten die drei Patriarchen von Jerusalem die Präsidenten Ehud Barak (Israel) und Jasser Arafat (Palästinenser) auf, alles zu tun, damit es beim Nahost-Gipfel in Camp David zu einer „endgültigen Lösung der noch offenen Fragen kommt“. Millionen Israelis und Palästinenser erwarten, dass in diesen Wochen der „Weg zu einer friedvollen, gerechten und ernsthaften Zukunft für die beiden Völker und die drei Religionen geebnet werde“, heißt es in dem von den Patriarchen Miche Sabbah (kath.), Diodoros (griech.-orth.) und Torkom (armenisch) unterzeichneten Schreiben. Israelis und Palästinenster hatten im vergangenen Jahr vereinbart, bis 13. September 2000 einen Friedensvertrag auszuhandeln. Sollte es dazu nicht kommen, werden neue Gewalttaten befürchtet.
Giftmüll beseitigen
Manila. Der Vorsitzende der philippinischen Bischofskonferenz, Orlando Quevedo, hat die USA aufgefordert, den Giftmüll rund um ihre Militärbasen Subic und Clark fortzuschaffen. Experten hätten eine Verseuchung des Grundwassers festgestellt. Nach einer Studie sind 20 Kinder an den Folgen gestorben, mehr als 50 Menschen sind erkrankt.
Dialog tot.
Beim Salzburger Delegiertentag zum „Dialog für Österreich“ sei nichts herausgekommen und er sei froh, dass dieser Dialog nun „faktisch tot ist“, betonte Bischof Kurt Krenn in einem Interview mit dem Magazin „News“.
Endlich.
26.473 Tage seit der Unterzeichnung des Staatsvertrages hat es gedauert, bis die im Vertrag vereinbarten ersten zweisprachigen Ortstafeln auch im Burgenland aufgestellt wurden.
Transit
Nach dem Transitforum Austria-Tirol hat sich nun auch in Salzburg eine Plattform Transit gegründet. Anliegergemeinden der Tauernautobahn haben sich zusammengeschlossen. Ziel: Eindämmung des Lkw-Verkehrs, Einhaltung des Transitvertrages, Ausbau der Schiene, Senkung der Stickoxyde und Lärmschutz.
Runcie gestorben
Der ehemalige Erzbischof von Canterbury, Robert Runcie, ist am 12. Juni im Alter von 78 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Runcie war ein engagierter Befürworter der Ökumene und hatte daher auch einige Zeit gezögert, die Frauenpriesterweihe in der anglikanischen Kirche zu unterstützen. Politisch setzte er sich entschlossen für die Armen ein und geriet dadurch mit Margaret Thatcher in Konflikt.