Keine fünf Monate ist es her, dass der Papst aus Anlass des Heiligen Jahres um Vergebung für Fehler der Kirche in der Vergangenheit gebeten hat. Kritiker hatten ihre Zweifel daran angemeldet: Was helfen diese Bitten den Opfern von damals? So als ob es diese Vergebungsbitten nie gegeben hätte, reagiert nun die katholische Kirche auf den Entschädigungsfonds für NS-ZwangsarbeiterInnen. In Deutschland müsse erst eingehend geprüft werden, ob überhaupt ZwangsarbeiterInnen beschäftigt wurden. Und in Österreich heißt es, die Kirche sei selber NS-Opfer und erhalte deshalb Wiedergutmachung. Dabei wäre der Fonds eine Gelegenheit, den Worten des Papstes auch Taten folgen zu lassen.