Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Da erschien vor ihren Augen Elija und mit ihm Mose, und sie redeten mit Jesus. Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte, denn sie waren vor Furcht ganz benommen. Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Als sie dann um sich blickten, sahen sie auf einmal niemand mehr bei sich außer Jesus. Während sie den Berg hinabstiegen, verbot er ihnen, irgendjemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei. Dieses Wort beschäftigte sie, und sie fragten einander, was das sei: von den Toten auferstehen.
1. Lesung Dan 7, 9–10. 13–14
Daniel empfängt Offenbarungen, die den Gang der Weltgeschichte deuten, an deren Ende die gerechte Königsherrschaft Gottes stehen. Um 165 v. Chr., als das Buch entstand, ist Israel Teil des Seleukidenreiches und erleidet furchtbare Verfolgung. Daniel will in der Vision des Gerichtes trösten und Kraft geben: Gott ist bei seinem Volk.
Ich sah immer noch hin; da wurden Throne aufgestellt, und ein Hochbetagter nahm Platz. Sein Gewand war weiß wie Schnee, sein Haar wie reine Wolle. Feuerflammen waren sein Thron, und dessen Räder waren loderndes Feuer. Ein Strom von Feuer ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm, Zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht nahm Platz, und es wurden Bücher aufgeschlagen.
Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.
2. Lesung 2 Petr 1, 16–19
Die Welt gehe ihren Lauf, und die Wiederkunft Jesu sei eine listige Erfindung der Apostel – so Zweifel und Kritik, die in der Gemeinde laut werden. Dagegen steht das Zeugnis jener Apostel, die Augen- und Ohrenzeugen Jesu waren.
Denn wir sind nicht irgendwelchen klug ausgedachten Geschichten gefolgt, als wir euch die machtvolle Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, verkündeten, sondern wir waren Augenzeugen seiner Macht und Größe. Er hat von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit empfangen; denn er hörte die Stimme der erhabenen Herrlichkeit, die zu ihm sprach: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe. Diese Stimme, die vom Himmel kam, haben wir gehört, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren. Dadurch ist das Wort der Propheten für uns noch sicherer geworden, und ihr tut gut daran, es zu beachten; denn es ist ein Licht, das an einem finsteren Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.
Aufruf zur Freude über den Herrscher der Welt
Der Herr ist König. Die Erde frohlocke.Freuen sollen sich die vielen Inseln.Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel,Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Thrones.
Seine Blitze erhellen den Erdkreis;die Erde sieht es und bebt.Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn,vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt. Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel,seine Herrlichkeit schauen alle Völker.
Ihr, die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse!Er behütet das Leben seiner Frommen,er entreißt sie der Hand der Frevler.Ein Licht erstrahlt den Gerechtenund Freude den Menschen mit redlichem Herzen.Ihr Gerechten, freut euch am Herrn,und lobt seinen heiligen Namen.